Spielberichte 2011/2012

26.11.11 - Prozentrechnung? Setzen, 6!

Bericht von Rausche

Wenn zwei Mannschaften aufeinander treffen, gewinnt im Volleyball immer eine. Schöne Floskel, oder? Naja, Samstag hatten wir unseren Auftritt im Schuhkarton zu Krostitz, um dort gegen den Absteiger aus der S-Liga Krostitzer SV anzutreten.

Im ersten Spiel entledigte sich die Mannschaft um Altmeister Andre Quasdorf mit 3:0 der Aufgabe gegen an diesem Tag harmlose Chemnitzer Texxer. Das wollten wir besser machen. In Bestbesetzung schickte uns Rainer auf das Parkett. Wohlwissend, dass Krostitz gut auf uns eingestellt sein wird, denn in deren Reihen fungiert mit Diego Reckmann ein Spieler, der lange bei Lok Nordost spielte und unser System gut kennt. Im Training am Vorabend waren wir auf die taktischen Aufschläge vorbereitet worden und zeigten im ersten Durchgang, das wir nichts gelernt hatten. Eine mittlere Katastrophe. 12:19 hieß es, da war schon alles gegessen. Krostitz schlenderte noch 3-4 Punkte rum und ging nach 25 Minuten mit 25:16 in die 1:0 Satzführung. Das war nix. Und auch auf Krostitzer Seite war von einer guten Leistung wenig zu sehen. Aber wenn 60% gegen 40% spielen, reicht es trotzdem.

Wachrütteln in der Satzpause, das können wir besser. Ausgeglichenes Spiel bis zum letzten Satzdrittel. Dabei zeigten wir eher mittelmäßiges Niveau. 60% gegen 60%. Zwei kleine Aufschlagserien zum Ende und aggressivere Blockarbeit ließen uns den Satz 25:19 gewinnen. Da war es das Mittel gegen den KSV. Block aggressiv und detaillierte Beschäftigung einzelner Annahmespieler des Gegners. Die Angriffe Krostitz' waren keineswegs angsteinflößend. Lediglich Altmeister Quasi glänzte mit gezielten Schlägen, gemäß den Motto des Tages - 60% reichen für 100% Punktgewinn.

Satz drei begann das Drama. Beim Stand von 12:14 kommen wir aus dem Annahmeriegel nicht mehr heraus und liegen 12:20 zurück. Das war's. 17:25 geht der Durchgang weg. Wieder ward alles vergessen und wir schalteten zurück auf 40%.

Im vierten hieß es, sich noch einmal zusammenreißen und auf 80% zu steigern. Zumindest bei 60% kamen wir an, denn es war wieder ausgeglichen bis zum 23:23 ehe wir an uns selbst scheiterten. 25:23 und 3:1 für Krostitz.

Fazit. Wir mussten nicht gewinnen, aber leichter als heute bekommen wir solch einen Gegner nicht mehr serviert. Krostitz gewinnt mit einer maximal durchschnittlich routinierten Leistung von 60% gegen TSVler die über 50% ihrer Leistung nicht hinaus kommen. Da war mehr, sehr viel mehr drin. Wehmut schwang auch mit, denn für Steffen war es das letzte Saisonspiel, da er sich einer lange geplanten OP unterzieht. Sorry, das war kein schönes Abschiedsgeschenk von uns! Am 10.Dezember geht es gegen Turbine Heimpold Leipzig. Die liegen uns, aber man weiß nie.

Es spielten: Thomas "Bazn" Banitz, Marco "MLP" Pollok, Robert "Rumrob" Richter, Andreas "Rausche" Rauschenbach, Daniel "Stuffz" Walther, "Mega"Maik Etzold, Heinrich "Heine" Zozmann, Steffen "Porsche" Lösche.
Ergebnis: 1:3, 16:25, 25:19, 17:25, 23:25, Dauer 90 Minuten.